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„Denn die Masse der Menschen lässt sich ebenso gut mit dem Schein abspeisen als mit der Wirklichkeit; ja häufig wird sie mehr durch den Schein der Dinge bewegt als durch die Dinge selbst."
(Machiavelli)

In der öffentlichen Debatte um wirtschaftspolitische Fragestellungen werden häufig oberflächliche Behauptungen aufgestellt und fragwürdige Dogmen bedient. Dies gilt insbesondere für den Bereich der Steuern und Abgaben. Kein Wunder, gilt es doch für viele, ihre eigenen Interessen bzw. jene ihres Klientels mit allen Mitteln zu verteidigen. Tragisch ist jedoch, dass nicht nur mächtige Interessenverbände oder PolitikerInnen bemüht sind, die Realität möglichst zu verzerren, sondern dass sich diese Halb- und Unwahrheiten auch häufig unhinterfragt in Medien wiederfinden. Auch in weiten Teilen der Bevölkerung werden falsche Argumente übernommen und weiterverbreitet. So kommt es, dass sich „Häuslbauer“ offenbar schon mehr über eine nicht vorhandene und sie real nie betreffende Vermögenszuwachssteuer beschweren, als über die sehr viel härtere Umsatzsteuer oder aber die Abgaben auf jenes Einkommen, das ihnen den Bau erst ermöglicht (hat).
Wir, eine Gruppe von ÖkonomInnen, haben uns häufig über solche offensichtlich bewusst falsche Darstellungen beklagt. Doch mit Beschweren alleine ist es nicht getan. Wir wollen nicht untätig bleiben und haben uns daher entschlossen, unser Sachwissen sinnvoll einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir nach ausführlichen Recherchen die, unserer Meinung nach, gravierendsten Steuermythen unter die Lupe genommen und auf dieser Webseite kritisch beleuchtet.
Im Zusammenhang mit dem vorliegenden Projekt möchten wir unsere (wirtschafts-)wissenschaftliche Ausbildung nutzen, um vermeidliche Sachzwänge als das darzustellen was sie sind: Dogmen. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir einen Anspruch auf die Wahrheit stellen. Die Zeiten in denen religiös und politisch absolute Wahrheiten verkündet wurden hat man in unseren Breiten zum Glück überwunden. Nichtsdestotrotz sind wir politisch organisiert (siehe Sektion 8). Das hindert uns allerdings nicht an unserem Bemühen, die soziale Realität nach bestem Wissen und Gewissen und an Hand aller verfügbaren Informationen möglichst präzise zu beschreiben.
In diesem Sinne haben wir hier versucht, in einer klaren und präzisen Sprache, nachweisbare Fakten aus zugänglichen Quellen unaufgeregt für sich sprechen zu lassen, um einige gängige Steuermythen richtig zu stellen.
Aber machen Sie sich selbst ein Bild!
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